St. Antönien ist eine alte Walser Streusiedlung inmitten der imposanten Rätikon-Bergkette. Die Bewohner leben mehrheitlich von der Landwirtschaft, von Handwerksbetrieben und vom sanften Tourismus. Abgesehen von den Lawinenschutzbauten hielt sich die Bautätigkeit im Tal in den letzten Jahrzehnten in Grenzen.
In nächster Nähe vom Soppahüsli liegt der kleine Soppasee mit einer Grillstelle. Gleich ennet im Wald beginnen die Pilzgründe und es gibt ein Bächlein zum Stauen. Im Winter kann man vor dem Haus Schneehütten bauen und schlitteln. Direkt vom Haus aus kann man im Sommer zu Wanderungen nach Pany in die Badi, aufs Chrüz (dem «Prättigauer Rigi», 2196 m), zur Chleibach-Hängebrücke nach Schuders, via Valpun und Stelsersee nach Stels oder via Garschinasee zur Carschinahütte und auf die Sulzfluh (2820 m) mit Klettersteig aufbrechen. Im Hochsommer ist ein Bad im Partnunsee eine echte Erfrischung (sonst die Erfrischung in den beiden Partnuner-Gasthäusern). Gute Bikestrecken führen nach Alp Bova und Valpun, die ehemalige Rennstrecke des SwissBikeMasters führt über Aschüel zur Garschinahütte. Im Winter sind Schneeschuhwanderungen und Skitouren in allen Richtungen möglich. Die Piste des 1,3 km langen Junker-Skilifts erreicht man in zwei Minuten, den Winterwanderweg via Bodähütte nach Pany in fünf Minuten.
Paul Thalmann hat vom Chrüz aus vor 30 Jahren das Prättigauer Rundpanorama mit 226 Berggipfeln gezeichnet. Einige Exemplare sind im Soppahüsli vorrrätig.
Kulturelle Höhepunkte sind die Ländlerwochen im Sommer, die Sonntagschulweihnacht, der Stäfelihengert (Markt am Stefanstag) und die Silvestersänger, die am Morgen des 31. Dezembers auch das Soppahüsli besuchen und mit Lied und Vers das neue Jahr anwünschen.
Sehr empfehlenswert ist der Besuch des «Laubänähus» im Postkeller am Platz. Filme erzählen berührend Menschenschicksale, in einer Walser Stube geht akustisch eine Lawine nieder, ohrenbetäubender Lärm begleiten Bilder von Bauarbeiten am Chüenihorn und im Erlebnisraum steckt man hautnah in der Kälte einer Lawine. Das St. Antöniertal gehört seit 2018 zum UNESCO-Welterbe «Umgang mit der Lawinengefahr»
Erwähnt seien auch die gotische Kirche mit Gottesdiensten und Konzerten sowie die Aktivitäten der Kulturgruppe. Im Soppahüsli findet sich eine reiche Literatur zu Geschichte, Kultur und Brauchtum des Tales.
Vieles, was man fürs tägliche Leben braucht, findet man in St. Antönien
- Volg/Post/Tankstelle: Mo–Fr 8–12 und 14–18 Uhr, Sa 8–12 und 14–16 Uhr
- Der Briefkasten beim Volg wird Mo–Sa täglich geleert
- Abfallentsorgung beim Werkhof (ausser Karton, nur einmal im Monat)
- Coiffeur Hardy
- Restaurant Rhätia, Gemsli, Sulzfluh, Alperösli, Edelweiss, Michelshof
- Taxi
- bus alpin nach Partnun, Gafien, Bergli in der Sommersaison
oder im Tal:
- Gemeindehaus in Pany
- Tourismusbüro in Pany
- GKB und Raiffeisenbank in Küblis
- Dr. med. Schnyder in Küblis (081 300 30 50) oder Dr. med. Fehr in Jenaz (081 332 35 35)
- Sportgeschäft Rätikon Sport in Küblis
Einkauftipps
- Feiner Alpkäse, Salsiz und Honig bei Nini und Hitsch Thöny in der Sagi
- Jungrindfleisch und Milchprodukte in der Molkerei in Küblis von Annagreth und Josias Jenny
- Im St. Antönier-Volg einkaufen und so den einzigen Dorfladen unterstützen
