Das Soppahüsli ist mit der Geschichte des Tals eng verknüpft. St. Antönien ist seit langem von Lawinen bedroht. Erstellt wurde das Soppahüsli nach dem Lawinenwinter von 1954 an sicherem Ort als Baubüro für die ersten grossen Lawinenverbauungen der Schweiz. Der Name Soppahüsli kommt vom hier «Soppa» genannten Borstengras (nardus stricta), das vorzugsweise dort wächst, wo geweidet wird und lange Schnee liegt. Die unmittelbare Umgebung wird auf dem «Gebrannten» genannt, weil dort einst der Wald zugunsten von Wiesland gerodet wurde.
Nachdem die Baubaracke ausgedient hatte, baute sie der Landbesitzer Christian Flütsch zu einem kleinen Ferienhaus um, das Elsa und Jakob Langenegger-Friedrich 1963 erwerben konnten. 1972 ging das Haus an die nächste Generation, an Käthi und Hans Thalmann-Langenegger, die es mehrmals erweiterten und umbauten. 2008 schliesslich kaufte es die dritte Generation, die sich zu einem Verein zusammengeschlossen hatte. 2016 wurde das alte Soppahüsli ersetzt durch ein neues, bequem eingerichtetes, gut isoliertes Ferienhaus.
Die ganze spannende, bald hundertjährige Geschichte erzählen die Gästebücher beim Ofen und die Bundesordner im Chüenihorn-Zimmer.

